Neue Drohnenverordnung ab 01.10.2017

Da sich ja doch einige meiner Leser und Hörer für das Copterfliegen interessieren habe ich hier noch einmal die neuen Regeln zusammen gefasst die ab übermorgen für unser Hobby relevant werden.

PRESSEMITTEILUNG

Drohnen-Verordnung: DMFV startet Online-Tool für Kenntnisnachweis

(Bonn) -Wer ab dem 1. Oktober 2017 auch außerhalb von Modellflugplätzen mit seinem Modellflugzeug höher als 100 Meter fliegen möchte, benötigt dafür den sogenannten Kenntnisnachweis. Dieser wird ab sofort über ein einfaches Online-Verfahren beim Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) angeboten. Über die Verbandswebsite unter http://www.dmfv.aero steht das nutzerfreundliche Tool zur Verfügung, mit dem man den Kenntnisnachweis noch am selben Tag erwerben kann.

“Wir freuen uns, dass wir nun eines unserer wichtigsten Versprechen einlösen können. Die Flugmodellsportler bekommen ab sofort die Möglichkeit, in einem einfachen aber hochwertigem Online-Verfahren den Kenntnisnachweis zu erlangen”, so DMFV-Präsident Hans Schwägerl. Mit Animationen, Textbausteinen und Erfolgskontrollfragen wird der Nutzer durch das Tool navigiert. Nach vorheriger Registrierung erfolgt die Anmeldung über die Eingabe des Namens und einer aktuellen E-Mail-Adresse. Nachdem die 27 Inhaltseinheiten durchlaufen sind, wird der Kenntnisnachweis erworben. Hierzu muss man noch seine Anschrift und sein Geburtsdatum eingeben. Mit erfolgreicher Durchführung des Bezahlvorgangs erhält der Teilnehmer die Bestätigung an die zuvor angegebene E-Mail-Adresse.

“Es handelt sich nicht um eine Prüfung. Aber man muss sich schon mit der Materie vertraut machen. Was muss ich beim Betrieb eines Modellflugzeugs oder einer Drohne beachten, was sind die wichtigsten Regeln, was darf ich, was darf ich nicht.”, so Schwägerl. Erwerben kann den Kenntnisnachweis jeder, der das 14. Lebensjahr vollendet hat. Bei Minderjährigkeit ist noch die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters zu bestätigen. Die Gebühr beträgt laut Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung 25,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Hintergrund: Mit der am 07. April 2017 in Kraft getretenen “Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten” benötigen Piloten, welche außerhalb von zugelassenen Modellfluggeländen Flugmodelle betreiben, ab dem 1. Oktober 2017 für folgende Fälle eine sogenannte “Einweisungsbescheinigung” (umgangssprachlich auch “Kenntnisnachweis” genannt) gemäß §§ 21 a Absatz 4 Satz 3 Nr. 3, 21 e: Wenn Flugmodelle über eine Startmasse von mehr als 2 Kilogramm verfügen (§ 21 a Absatz 4) oder wenn Flugmodelle in Flughöhen über 100 Meter über Grund betrieben werden (§ 21 b Absatz 1 Nr. 8). Gemäß § 21 e ist der Deutsche Modellflieger Verband e.V. (DMFV) zur Ausstellung ermächtigt, da es sich bei ihm um einen nach den §§ 1 oder 4 a der Verordnung zur Beauftragung von Sportverbänden beauftragten Luftsportverband handelt.

Quelle und Kontaktadresse:
(DMFV) Deutscher Modellflieger Verband e.V.
Pressestelle
Rochusstr. 104-106, 53123 Bonn
Telefon: (0228) 97850-0, Fax: (0228) 97850-85
E-Mail: info@dmfv.aero
Internet: http://www.dmfv.aero

WESENTLICHE REGELUNGEN:

  1. Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.
  2. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.
  3. Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THWDRK etc..
  4. Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.
  5. Chancen für die Zukunftstechnologie: Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.
  6. Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme
    • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
    • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
    • über bestimmten Verkehrswegen;
    • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
    • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis.
    • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kgbeträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,
    • über 25 kg (gilt nur für “Unbemannte Luftfahrtsysteme”).

    Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

  7. Ausweichpflicht: Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.
  8. Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

Die Verordnung ist am 6. April 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und am 7. April in Kraft getreten. Die Regelungen bezüglich der Kennzeichnungspflicht und die Pflicht zur Vorlage eines Kenntnisnachweises gelten ab dem 1. Oktober 2017.

Ich habe im Moment nur eine DJI Spark und liege somit unter den 2 kg, die feuerfeste Kennzeichnung ist angebracht und in der App habe ich eine maximale Flughöhe von 100 mtr. eingestellt. Wenn ich jetzt noch darauf achte wo ich fliege und vor allem was ich überfliege, dürfte ich keine Probleme bekommen.

DJI SPARKTechnische Daten

FLUGGERÄT

Startgewicht 300 g
Abmessungen 143×143×55 mm
Diagonale Größe (Ohne Propeller) 170 mm
Max. Steiggeschwindigkeit 3 m/s im Sportmodus ohne Wind
Max. Sinkgeschwindigkeit 3 m/s während des automatischen Landemodus
Max. Fluggeschwindigkeit 50 km/h im Sportmodus ohne Wind
Max. Höhe Über NN 4,000 m
Max. Flugzeit 16 Minuten (ohne Wind bei 20 km/h)
Max. Schwebezeit 15 Minuten (ohne Wind)
Betriebstemperatur 0 bis 40° C
Positionsbestimmung GPS/GLONASS
Schwebefluggenauigkeit Vertikal:
+/- 0,1 m (mit Sichtpositionierung) oder +/-0,5 m
Horizontal:
+/- 0,3 m (mit Sichtpositionierung) oder +/-1,5 m
Transmitterleistung (EIRP) 2,4 GHz
FCC: 25 dBm; CE: 18 dBm; SRRC: 18 dBm
5,8 GHz
FCC: 27 dBm; CE: 14 dBm; SRRC: 27 dBm
Betriebsfrequenz 2.,400 – 2,483 GHz; 5,725 – 5,825 GHz

 

Ich könnte mir jedoch auch vorstellen das ich den Copterflugschein im Winter trotzdem mache, erstens ist lernen immer gut, und zweitens, wer weiß ob ich mir nicht doch noch einen großen Bruder zu “SPARKY” hole.

In diesem Sinne wünsche ich Euch immer einen sicheren Flug und ein schönes Wochenende,

Gruß in die Runde,

Micha

MICHA

“Irgendjemand sucht doch immer Irgendetwas”

Ein Gedanke zu „Neue Drohnenverordnung ab 01.10.2017

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